22.06.2026, Information

Das Siegerprojekt heisst «discentia»

Den Projektwettbewerb für den Neubau der Kantonsschule Rotkreuz hat das Team unter der Gesamtleitung der Gigon Guyer Partner Architekten AG und der Ghisleni Partner AG gewonnen. Es hat die Jury mit einer klaren Konzeption, bei der Städtebau, Architektur, Konstruktion und Gebäudetechnik interdisziplinär aufeinander abgestimmt sind, überzeugt. Der Baustart erfolgt voraussichtlich Ende 2028.

Die neue Kantonsschule Rotkreuz ist für 44 Klassen oder rund 880 Schülerinnen und Schüler ausgelegt und übernimmt im Kanton Zug eine wichtige Funktion als Lern- und Begegnungsort. Der Baustart erfolgt voraussichtlich Ende 2028.

70 Konzeptideen eingereicht

Das Verfahren bestand aus einem offenen, zweistufigen Projektwettbewerb. In der ersten Stufe erfolgte eine Auswahl von zwölf Teams aus 70 eingereichten Konzeptideen. Diese wurden zur Weiterbearbeitung für die zweite Stufe eingeladen. Von den teilnehmenden Teams war ein Projekt mit hoher städtebaulicher, architektonischer, funktionaler, nachhaltiger und wirtschaftlicher Qualität gefordert. Dieses musste in den Gesamtkontext der neuen Bauvorhaben Bahnhof Süd, Zentrum Dorfmatt sowie Sportpark eingebunden werden. 

Jury lobt identitätsstiftendes Projekt

Gewonnen hat den Projektwettbewerb die Gigon Guyer Partner Architekten AG aus Zürich mit dem Beitrag «discentia». Zusammen mit der Ghisleni Partner AG aus Rapperswil werden sie die Generalplanung übernehmen. Der Neubau besteht aus einem zweiteiligen Gebäude. Der höhere Kopfbau orientiert sich zum Zentrum Rotkreuz hin und enthält die öffentlichen Räume der Schule (Sporthalle), während der niedrigere Flügelbau im Osten parallel zur Sportanlage verläuft und die Unterrichtsräume umfasst.

Die Jury hat die klare Konzeption, bei der Städtebau, Architektur, Konstruktion und Gebäudetechnik interdisziplinär aufeinander abgestimmt sind, überzeugt. Besonders hervorzuheben sind die Versorgung mit Tageslicht, die Raumbeziehungen und die vielfältigen Raumfolgen, die identitätsstiftende Orte schaffen. Nicht zuletzt erfüllt die vorgeschlagene Konstruktion die Anforderungen an Flexibilität und Nachhaltigkeit. «Das Siegerprojekt überzeugt in mehrfacher Hinsicht», lobt Baudirektor Florian Weber: «Es leistet einen Beitrag an die Standortattraktivität des Kantons Zug.»

Nachhaltigkeit 

Das Nachhaltigkeitskonzept des Projekts sieht vor, einen hohen gesellschaftlichen Nutzen und eine gute Lernatmosphäre zu erzeugen, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Biodiversität zu fördern. Alle Ebenen über dem Erdgeschoss sind in Holz-Hybridbauweise konzipiert. In der Umgebung sind nebst den Natursteinbelägen auch unversiegelte Flächen vorgesehen. Zudem sind schattenspendende Bäume geplant.